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Neophytenbeseitigung (mit Video)

Unter Neophyten versteht man neue Pflanzenarten, die in unseren Biotopen früher nicht vorkamen. In unserem Betrieb haben wir erhebliche Probleme mit der Spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina), wird auch Späte Traubenkirsche und Amerikanische Traubenkirsche genannt. Für uns ist sie Waldunkraut, weil sie kaum Nutzen bringt und sich überall breit macht. Dabei unterdrückt sie die heimischen Baumarten und erstickt sie durch Bedrängung.

Vor jeder neuen Bestansbegründung muss die betreffende Fläche einigermaßen frei von Traubenkirschen sein.

Die Traubenkirsche vermehrt sich durch ihre süsslich schmeckenden Kirschfrüchte, die von Vögeln und Waldtieren gefressen werden. Diese scheiden die Kerne wieder aus und überall wo ein Vögel sein Geschäft erledigt hat können jetzt neue Traubenkirschen wachsen. Sie ist extrem schnellwüchig und schafft nach unseren Beobachtungen auch mal 2 Meter Höhenwachstum pro Jahr.

Zu bekämpfen ist die Traubenkirsche sehr schwer. Das Abschneiden der Traubenkirsche ist eine Totsünde weil, wie bei einem Drachen, aus einem Trieb mindestens 3 neue Triebe wachsen. Beim Umfahren mit Waldmaschinen schlägt die auf dem Boden liegende Traubenkirsche quer aus dem Stamm mit vielen neuen Trieben aus. Aus einer Pflanzen werden so schnell 10 Pflanzen.

Schafft man es eine gute Beschattung der Traubenkirsche herbeizuführen hat man ebenfalls gewonnen. In dunklen Beständen hat die Spätblühende Traubenkirsche keine Lebensgrundlage. Aber für gewöhnlich ist die Traubenkirsche in neuen Forstkulturen schneller als die gewollten Nutzbäume. Man muss mehrfach die Traubenkirsche zurückschneiden bis man gewonnen hat. Das ist nicht ganz unaufwendig! 

In den letzten Jahren haben wir mit unserer Klare'schen Ausziehplatte gute Erfolge bei der Bekämpfung der Traubenkirsche erzielt. Die Platte ist eine Arbeitserleichterung beim Ausreißen der Pflanzen. Man spart ernorm Zeit und Fummelarbeit weil keine Kette mehr um die Pflanze zu legen ist sodern nur noch ein kurzer Einklinkvorgang den Tod der Spätblühenden Traubenkirsche sichert. Die ausgerissenen Traubenkirschen sterben ab.

Im nachfolgenden Film können Sie den Einsatz der Ausziehplatte sehen.

Zusätzlich zur Platte haben wir den Frontlader eines wendigen Schleppers mit einer zentralen Halterung für die Kette ausgerüstet. Dies schont die Maschine deutlich weil die Hydralik mittig belastet wird. Größere Schlepper können theoretisch auch mit einer noch größeren Ausziehplatte ausgestattet werden. Problem ist nur der Verlust der Wendigkeit und die hohen Betriebskosten. Irgendwann wird das ganze dann auch Unhandlich. Unsere Ausziehplatte wiegt bereits knapp 6 kg.

Wir haben diese Ausziehplatte entwickelt und einiges an Erfahrungen sammeln müssen. Es wirken erhebliche Belastungen auf den Stahl. Mit Platten vom Schrott braucht man erst gar nicht anfangen, da diese einem schnell um die Ohren fliegen wenn sie brechen. Wir nutzen 20mm Massiv-Stahl, der mit einem Laser geschnitten wurde und zusätzlich durch Stege verstärkt wurde. Die Kette hat eine Bruchlast von rund 10 Tonnen.

Nach dem Einhaken sollte sich der Waldhelfer aus Sicherheitsgründen ein Stück entfernen. Es besteht die Gefahr, dass der Baum durchreisst. Dann schleudert die Platte eventuell hoch. Dies passiert selten aber es kann trotzdem passieren!

Wir veröffentlichen unsere Entwicklung der Klare'schen Ausziehplatte kostenlos und verhindern damit dass irgendjemand ein Schutzrecht anmelden kann. Jeder Waldbesitzer soll die Möglichkeit haben kostengünstig das Unkraut der Spätblühenden Traubenkirsche zu entfernen. Einen Bauplan können Sie bei uns bekommen. Wir übernehmen aber keine Haftung und keine Gewähr für irgendwas.

 

 

Scharteucker Forst GbR mbH